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Bewegende Zeiten

Ihr Lieben,

bewegende Tage und Wochen liegen hinter mir. Zum Christentreffen im Südschwarzwald gab es segensreiche Begegnungen. Ein Mann, der zuvor einen Selbstmordversuch überlebt hat, betete auf meine Anregung in Gegenwart der Glaubensgeschwister „HERR JESUS CHRISTUS, nimm mir meinen Unglauben und schenke mir Deinen Glauben!“ – was für ein Wunsch, der sicherlich nicht ungehört bleibt. Ein Bruder bezeugte mir nach meiner Predigt, dass er nun Jahrzehnte ihm anhängende Irrlehre der „Zeugen Jehovas“ bezüglich der Gottheit Jesu Christi (die diese leugnen) abwerfen konnte und erkennen kann, wer der HERR JESUS CHRISTUS ist – der wahrhaftige Gott (1.Joh. 5: 20). Ein anderer jüngerer Bruder war so von der Verkündigung des Wortes Gottes bewegt, dass er sich gleich am Folgetag von mir gemäß der Schrift auf den Namen des HERRN JESUS CHRISTUS im Klosterweiher taufen ließ. Die Gläubigen, die dies begleiteten, freuten sich sehr über diesen Glaubensschritt. Die größten Feinde des Evangeliums waren wieder einmal ein Schriftgelehrter und ein studierter Theologe. Menschen, die – mehr oder weniger – sogar andere abhalten wollen Buße zu tun, sich zu bekehren, den HERRN JESUS CHRISTUS aufzunehmen und sich taufen zu lassen.

Gott jedoch hat sich mächtig erwiesen und die Versuche eines Einzelnen – der offenbar bestrebt ist Herrschaft über die Gruppe zu gewinnen – mich ausschließen zu lassen, dürften auch ins Leere laufen. Herrschaft über Laien ist das alte babylonische Prinzip der Nikolaiten, die in Offb. 2 benannt werden und deren Tun Gott hasst. Trefflich sagt der HERR JESUS: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hineinwollen, lasst ihr nicht hineingehen.“ (Matt. 23: 13 und 14).

Diesmal ist es ihnen jedoch nicht geglückt das Handeln gemäß der klaren biblischen Lehre zu verhindern – das Ziehen Gottes war einfach stärker als alles menschengemachte zurückhalten wollen. Unserem HERRN JESUS CHRISTUS sei dafür aller Dank und alle Ehre dargebracht!

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Nach dem Treffen im Schwarzwald ging es weiter über die Schweiz ins Fürstentum Liechtenstein, wo ich am Tag nach einer Bergwanderung auf den Schönberg – mit herrlichen Ausblicken in vier Länder – am 15.08. an den Feierlichkeiten zum Staatsfeiertag teilnahm. Die Aufzeichnungen vom Vormittag hab ich bereits auf meiner Seite veröffentlicht, siehe hier:

https://donnerruf.wordpress.com/2019/08/19/300-jahre-fuerstentum-liechtenstein/

Abends gab es noch eine Festveranstaltung, die sehr bewegend war und nach dem Feuerwerk konnte man am Schloss wiederum lesen: Für Gott, Fürst und Vaterland.

Ein Land, welches Gott an die erste Stelle setzt, wird auch weiterhin gesegnet sein!

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Beim Prozess am Amtsgericht Bielefeld stellte ich folgende Anträge:

Beweisantrag zur Verhandlung am 20.08.2019

Zum Beweis der Tatsache, dass bundesdeutsche Politiker und die allgemein zugängliche Presse im Zusammenhang mit den Geschehnissen in Auschwitz unter der nationalsozialistischen Herrschaft von „Mythos“ sprechen, werden dem Gericht folgende Publikationen übergeben:

– Artikel „Eine Nation auf der Suche“ aus dem Spiegel Ausgabe 4/2005

– Artikel „Auschwitz – Müssen wir uns heute noch schuldig fühlen?“ aus dem Stern vom 27.01.2005

– Artikel „Grass und die Folgen“ aus der Jungen Freiheit vom 21.04.2012

– Artikel „Sarrazin entzaubert Mythos“ aus der Preußischen Allgemeinen Zeitung vom 23.05.2012

– Artikel „Nationale Mythen“ aus der Zeitschrift Neue Ordnung Ausgabe II/2016

Die entsprechenden Passagen, in denen Auschwitz als Gründungsmythos der Bundesrepublik bezeichnet wird, wurden von mir markiert.

Das Gericht wird dadurch zur Überzeugung gelangen, dass ich in meiner Rede lediglich die gleiche Wortwahl verwendete, wie zuvor über den damaligen Bundesaußenminister Joschka Fischer und den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler berichtet wurde.

Mithin bin ich also für die Verwendung des Begriffes „Mythos“ freizusprechen. Andernfalls müssten Joschka Fischer, Horst Köhler, die Redakteure von Spiegel, Stern etc. auf die Anklagebank gebracht werden.

Mit der Verwendung der Begrifflichkeit „Mythos“ wird jedoch überhaupt nicht in Frage gestellt, was in Auschwitz geschah, weder durch die benannten Beiträge, noch durch meine Rede.

Im letztgenannten Artikel werden sogar positiv besetzte Mythen als sinnstiftende Ereignisse – also Ausdruck realen Geschehens – ausdrücklich als identitätsstiftende Grundlage nahegelegt.

Beweisantrag zur Verhandlung am 20.08.2019

Zum Beweis der Tatsache, dass man im Zusammenhang mit „6 Millionen jüdischen Opfern des Holocaust“ theologisch von einem erschaffenen Ersatzopfer an Stelle des einmaligen und einzigartigen Opfers Jesu Christi sprechen kann, wird auf meine dem Gericht bereits vorliegende Betrachtung „Das vollkommene Opfer“ verwiesen sowie dem Gericht Auszüge aus dem Werk „Das 6 Millionen Opfer-Buch“ übergeben – es handelt sich dabei um die Seiten 54 bis 59.

Darin werden Veröffentlichungen wiedergegeben, die bereits Jahre und teils Jahrzehnte vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten von 6 Millionen jüdischen Opfern sprechen. In dem Artikel aus „THE AMERICAN HEBREW“ vom 31.Oktober 1919 wird sogar der biblische Begriff „Holocaust“ verwendet. Gern stelle ich dem Gericht auf Wunsch das gesamte Werk als Kopiervorlage zur Verfügung, damit es weitere Erkenntnisse darüber gewinnen kann.

Das Gericht wird dadurch zur Erkenntnis kommen, dass meine Einschätzung der Wahl eines anderen Opfers – das des eigenen Volkes anstelle des Opfers Jesu – durchaus in jüdischen Kreisen vertreten wird, es sich bei meiner Einordnung während meiner Rede nicht um die Infragestellung der Geschehnisse in Konzentrationslagern handelte, sondern um eine theologische Einordnung – eben als Schaffung eines Ersatzopfers – da man ja den HERRN JESUS CHRISTUS für sich verwarf – welches tatsächlich die Gesetzgeber zur Verschärfung des § 130 StGB inspirierte.

Dort finden sich auch nicht die Millionen Opfer von Stalin, des kommunistischen China, der Roten Khmer in Kambodscha, die hingemordeten Indianer, die Opfer der Alliierten in den Weltkriegen, die Opfer von Inquisition und Glaubenskämpfen, die Millionen im Mutterleib ermordeten Kinder etc. – dort geht es im Abschnitt 3 ausschließlich um Opfer einer unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangenen Handlung. Da haben sie es also festgemacht.

Statt gemäß Hebräer 9: 28 bis 10: 14 das einmalige Opfer Jesu Christi für sich in Anspruch zu nehmen, wurde die in dem Zusammenhang stehende Singularität – also Einmaligkeit – in Geschehnissen des 20. Jahrhunderts festgemacht.

Diese Feststellung der Schaffung bzw. Wahl eines anderen Mythos – es geht um den Opfermythos – kann unmöglich unter Strafe gestellt werden, wenn noch Artikel 4 des Grundgesetzes gilt. Da heißt es: „(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“

Ohne Zweifel handelt es sich bei den angefochtenen Passagen meiner Rede in Bielefeld um einen Teil meines unverletzlichen religiösen Bekenntnisses. Von daher wird das Gericht nach gründlichem Studium der überreichten Unterlagen zur Erkenntnis kommen, dass ich dafür selbstverständlich nicht verurteilt werden kann und natürlich freizusprechen bin.

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Die Anträge wurden – obwohl sie direkt Bezug auf den Anklagevorwurf nehmen – als „ohne Bedeutung“ zurückgewiesen. Ein schwerer Fehler der Richterin, die an den von der Staatsanwaltschaft geforderten 60 Tagessätzen festhielt. Wes Geistes Kind sie ist, konnte man dann bei der Urteilsbegründung erkennen. Hauptsächlich ging es ihr dann gar nicht mehr um das von mir Gesagte und wie dies allgemein zu beurteilen ist, sondern darum, dass ich dies vor Neonazis gesagt hätte und wie diese dies wohl verstünden – als ob sie in deren Köpfe schauen und dies beurteilen könne – und zum Schluss kam noch ihre Aufforderung, ich solle nun ihren Gerichtssaal verlassen und meine Gefolgschaft mitnehmen. Sie meint nun wohl im „Kampf gegen rechts“ eine Heldentat vollbracht zu haben – zwar unter Ausblendung des Rechtes – aber wen schert dies schon in der BRD?

Natürlich habe ich sofort Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Nun geht es in die nächste Runde.

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Soweit dieser kleine Einblick in die letzten Tage. Mit herzlichen Grüßen und allen Gottes Segen wünschend, Euer Christian

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300 Jahre Fürstentum Liechtenstein

Der Staatsakt vom 15.08.2019 – VaterlandTV hat ihn übertragen:

Auch ich durfte wieder dabei sein. Herzlichst, Euer Christian Bärthel

Staatsfeiertag FL und Verhandlung Bielefeld

Ihr Lieben,

nach verschiedenen Christentreffen Ende Juli und Anfang August, plane ich in diesem Jahr wieder am 15. August zum Staatsfeiertag im Fürstentum Liechtenstein zu sein. Diesmal gibt es ein besonderes Jubiläum – es wird der 300. Jahrestag des Landes gefeiert.

Ihr findet das Programm über: https://www.staatsfeiertag.li/programm-2019/ – weitere Informationen siehe auch: https://www.300.li/

In dem Video zum Liechtenstein-Song hab ich eine Reihe Orte wiedererkannt, an denen ich immer wieder gern bin – dort herrscht eben eine ganz besondere Atmosphäre.

Einige sprechen von der freiesten Gesellschaft der Welt, aber auch da gerät man nach und nach in gewisse Zwänge, meistert es jedoch ganz gut und hält an dem wunderbaren Motto, welches am Ende des Feuerwerkes weithin – bis über den Rhein in die Schweiz – sichtbar an der Schlossmauer zu lesen ist, fest: Für Gott, Fürst und Vaterland!

Vielleicht treffe ich den ein oder anderen von euch im Ländle, in dem es so viel zu entdecken gibt.

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Nach meinem Einspruch gegen den Strafbefehl – siehe https://donnerruf.wordpress.com/2019/06/27/einspruch-gegen-strafbefehl/ hat mir inzwischen das Amtsgericht Bielefeld den Verhandlungstermin mitgeteilt: Dienstag, 20.08.2019, 12:00 Uhr, 0. Etage, Sitzungssaal 16, Gerichtstraße 6, 33602 Bielefeld.

Mir wurde auch mitgeteilt, dass am Eingang Einlasskontrollen stattfinden und dort Wartezeiten entstehen können und ich mich hierauf einrichten soll, um rechtzeitig im Gerichtssaal sein zu können. Also, wer als Prozessbeobachter dabei sein möchte, reist bitte rechtzeitig an!

Die Reisekostenentschädigung habe ich beantragt und erwarte die Tage die entsprechende Bewilligung. So kann ich auch dem, der bereit ist mich zu fahren, das Geld geben.

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Eine andere Verfolgung betrifft eine Vision, in der Gott mir etwas nicht zeigte. Offenbar gehen die Systemvertreter nun unter Missachtung von Artikel 4 Grundgesetz – Unverletzlichkeit des religiösen Bekenntnisses – in offene Glaubensverfolgung über. Wenn die Herrschenden jedoch sogar Gott vorschreiben wollen, was er zu offenbaren hat, dann haben sie jegliche Grenze des Erträglichen überschritten. Betet bitte für diese verblendeten Seelen!

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Das Landgericht Gera hat alle meine dortigen Termine für September 2019 aufgehoben. Auch da steht die Wiederholung eines Verfahrens zu theologischen Überlegungen an – der BGH (Bundesgerichtshof) hatte ja das vorhergehende Urteil aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung durch eine andere Kammer ans Landgericht zurückverwiesen.

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Wiederholt wurde ich gefragt, um was es denn jeweils geht. Gern gewähre ich diesbezüglich persönlich vor Ort Einblick in die Akten, kann aber die – wenn auch unhaltbaren – Vorwürfe nicht wortwörtlich veröffentlichen, um eine erneute Strafverfolgung zu vermeiden.

Leider leben wir nicht in freiheitlichen Verhältnissen. Wer aber meine Entgegnungen aufmerksam studiert, kann schon erkennen, um welche Vorwürfe es sich handelt. Es geht um rein ideologische Fragen – um einen Geisteskampf, der sich nicht etwa – wie von mir gewünscht – in theologischen Disputationen ausdrückt, sondern vor weltliche Gerichte gezerrt wird. Die Hohepriester der Ersatztheologie setzen sich nicht selbst damit – nicht einmal mit biblischen Argumenten – auseinander, sondern lassen die irdische Justiz für sich arbeiten. Die jedoch sollte – und damit wäre sie gut beraten – diese theologischen Auseinandersetzungen von sich weisen.

Weiterführend dazu empfehle ich einen sehr guten Beitrag der Jungen Freiheit: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2012/grass-und-die-folgen/ Auch da hat man die theologische Dimension erkannt – und Schuld als Grundlage einer Gesellschaft zu wählen, statt auf guten Dingen aufzubauen, ist sehr fragwürdig.

Politik und Theologie sollten nicht vermischt werden – die Bibel nennt diese Vermischung Hurerei. Schuld und Vergebung sind individuelle Angelegenheiten. Lest dazu Römer 14! Da heißt es in Vers 4: „Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten.“ und in Vers 12 und 13 steht geschrieben: „So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite.“

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Einige meiner Leser ermutigen mich immer wieder; andere interpretieren oftmals das Gegenteil dessen, was ich schreibe, in meine Worte hinein. Bitte liebe Freunde, bleibt bei dem, was geschrieben steht, zügelt eure ausschweifende Phantasie, da mir dadurch wiederholt unwahre Absichten unterstellt wurden. Vergeben ist mir lieber als zu richten – aber damit es wirksam werden kann, muss auf der (selbsternannten) Gegenseite auch der Wunsch danach vorhanden sein. Nichts geschieht aus Zwang – die Bande der Liebe sind es, die uns ziehen sollten…

Mit zwei Abschnitten aus der Bibel möchte ich zum Nachdenken anregen und grüße damit ganz herzlich: „Wie kann jemand von euch wagen, wenn er einen Streit hat mit einem andern, sein Recht zu suchen vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen? Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden? Wie viel mehr über Dinge des täglichen Lebens.“ (1. Korinther 6: 1-3) und „Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei. Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und bewegt wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Höhe; wer aber reich ist, rühme sich seiner Niedrigkeit, denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne geht auf mit ihrer Hitze und das Gras verwelkt, und die Blume fällt ab und ihre schöne Gestalt verdirbt: so wird auch der Reiche dahinwelken in dem, was er unternimmt. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. (Jakobus 1: 2-12)

Euer Evangelist Christian Bärthel aus Ronneburg/Thüringen

Einspruch gegen Strafbefehl

Ihr Lieben,

heute erhielt ich vom Amtsgericht Bielefeld einen Strafbefehl und habe darauf soeben geantwortet. Meine Antwort gebe ich euch hiermit zur Kenntnis und bitte auch weiterhin um reichlich Gebet!

Mir scheint, eine weitere Phase der Christenverfolgung ist eingeleitet – alles eine Erfüllung von Gottes Wort. Es ist zu befürchten, dass wir schon bald nicht mehr öffentlich predigen dürfen. Nur noch Vertreter von der Welt anerkannter Denominationen haben dann noch Rederecht. Jedoch steht geschrieben: „Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes. Oder meint ihr, dass die Schrift umsonst rede: „Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ“? Er gibt aber desto größere Gnade. Deshalb spricht er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen! Fühlt euer Elend und trauert und weint; euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit und eure Freude in Niedergeschlagenheit! Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen. Redet nicht schlecht übereinander, Brüder! Wer über einen Bruder schlecht redet oder seinen Bruder richtet, redet schlecht über das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter. Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu retten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest?“ (Jakobus 4: 4-12 in der Elberfelder Übersetzung)

In diesem Sinne, mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen, Euer Bruder Christian

Hier nun der Brief unter dem Datum des 27.06.2019:

Einspruch gegen Strafbefehl / Aktenzeichen 811 Cs-216 Js 7/19 – 189/19

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen den Strafbefehl vom 25.06.2019, den ich heute erhielt, lege ich hiermit entschieden Einspruch ein. Die Argumentation der Staatsanwaltschaft, die zu dem Vorwurf mir gegenüber führte, entbehrt jeglicher vernünftiger Grundlage – man wollte offenbar einfach was finden.

In meiner Rede ging es mir um eine theologische Klärung der Frage, warum hierzulande Leute, die nicht so viele Opfer der NS-Zeit anerkennen, verfolgt und teils auch inhaftiert werden.

Wenn ich feststelle, dass Juden Jesus Christus verworfen haben, ihn kreuzigen ließen, sein Opfer nicht für sich annahmen und stattdessen ein anderes Opfer – das ihres Volkes, was jedoch Jesaja 53 widerspricht – als Grundlage wählten, so beschreibe ich den biblischen Befund und zusammengefasst die Einstellung führender jüdischer Persönlichkeiten, denen dies selbstverständlich nach rechtsstaatlichen Grundsätzen unbenommen bleibt.

Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer sprach einmal im Zusammenhang mit den Verbrechen gegenüber den Juden im 20. Jahrhundert vom Gründungsmythos der Bundesrepublik. Für Israel gilt dies ebenso wie man dem Zitat des jüdischen Gelehrten Schalom Ben-Chorin entnehmen kann: „Ist der leidende und am Kreuz sterbende Jesus nicht ein Gleichnis für sein ganzes Volk geworden, das, blutig gegeißelt, immer wieder am Kreuz des Judenhasses hing? Und ist die Osterbotschaft seiner Auferstehung nicht wiederum ein Gleichnis für das heute wieder auferstehende Israel geworden, das sich aus der tiefsten Erniedrigung und Schändung der dunkelsten zwölf Jahre des Holocaust zu neuer Gestalt erhebt?“ (aus seinem Buch „Von Angesicht zu Angesicht“ Seite 47).

Niemand käme auf die Idee Herrn Fischer oder Herrn Ben-Chorin zu unterstellen, sie hätten damit ausdrücken wollen, dass es sich bei den Geschehnissen um „eine märchenhafte Erzählung“ handelt.

Gerade weil ich als Prediger des Evangeliums Jesu Kreuzigung, sein vollbrachtes Opfer und seine Auferstehung für tatsächliche Geschehnisse halte, sprach ich doch so, wie ich sprach. In abgewandelten Worten von Joschka Fischer sind diese Ereignisse der Gründungsmythos des Christentums. Wer dies verwirft und einen anderen Mythos wählt, muss dies einst vor Gott verantworten. Darüber zu richten ist hier und jetzt nicht meine Angelegenheit.

Es gab vor längerer Zeit eine TV-Serie mit dem Titel „Mythos Rommel“. Nun auf die Idee zu kommen, damit würde Rommels Existenz geleugnet, da ja ein Mythos „eine märchenhafte Erzählung sei“ wäre eine böswillige Unterstellung gegenüber den Produzenten. So auch in meinem Fall. Es ist offenbar der eigene Unglaube des Staatsanwaltes gegenüber Kreuzigung und Opfertod Jesu, den vor fast 2.000 Jahren schon einige Zeitgenossen leugneten und später an dessen Stelle andere Opfer setzten – daher der Begriff Holocaust, wie meiner beigefügten Schrift „Das vollkommene Opfer“ zu entnehmen ist – der letztlich zu dem absurden Strafbefehl in Höhe von 1.200 Euro führte.

Wer Jesus Christus als Herrn und Erlöser hat, braucht keinen Ersatz – er hat das Original!

Im Fall von Hans Püschel gab es durch das OLG in Sachsen-Anhalt übrigens für die Verwendung des Begriffes Mythos – im Zusammenhang mit den Vorgängen in Konzentrationslagern – einen Freispruch, da das Gericht einfach mal im Lexikon geschaut hat, was das Wort bedeutet. Als Mythos werden von daher auch Ereignisse von hoher symbolischer Bedeutung bezeichnet. Dies ist in dem Fall klar gegeben.

Dem einen ist das Opfer von Golgatha ein Ereignis von hoher Bedeutung, dem anderen die Ereignisse von Auschwitz. Mir ging es darum, aufzuzeigen welche Opfer jedoch ihren Niederschlag im § 130 StGB finden.

Das Argument für den Strafbefehl, dass entscheidend sei, wo ich diese Rede hielt, ist abwegig, da ich sie inhaltlich genauso vor linkem Publikum, in der Kirche, der Synagoge oder wo auch immer hätte halten können – wenn man mich ließe. Die Wahrheit verändert sich nicht der jeweiligen Zuhörerschaft wegen, sondern sucht die Menschen für sich zu gewinnen.

Jenseits aller politischen Dimensionen ging es mir um die religiösen Hintergründe der Verfolgung. Auf dieser theologischen Ebene sollte eine straffreie Disputation möglich sein und die Vertreter der irdischen Obrigkeit die Beteiligten nicht verfolgen.

Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage sollte das Gericht natürlich den Strafbefehl gegen mich zurückweisen und für meinen Freispruch entscheiden – dies wird hiermit beantragt.

Bitte bestätigen Sie mir zudem schriftlich den fristgerechten Eingang meines Einspruchs. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Evangelist

Christian Bärthel

Anlage: – Schrift „Das vollkommene Opfer“

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weiterführend siehe: https://donnerruf.wordpress.com/2019/05/27/angriff-auf-gottes-wort/

Angriff auf Gottes Wort

Dazu schrieb ich heute einen Brief an die Staatsanwaltschaft Bielefeld:

Aktenzeichen 216 Js 7/19 Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung

Sehr geehrter Herr Lausten,

Ihr Brief vom 14.05.2019, der mir am Samstag zugestellt wurde, löst in mir Verwunderung aus. Da ist die Rede davon, dass die Staatsanwaltschaft erwägt bei Gericht gegen mich einen Strafbefehl zu beantragen und ich werde nach meinen wirtschaftlichen Verhältnissen gefragt.

Vermutlich geht es Ihnen um meine Rede in Bielefeld vom 10.11.2018. Dort habe ich von meinem Grundrecht aus Artikel 4 Grundgesetz – Unverletzlichkeit des religiösen Bekenntnisses – Gebrauch gemacht. Die Verkündigung des Wortes Gottes – und mein Zitat aus 1. Thessalonicher 2: 14-20 als Bestandteil der Bibel gehört zweifellos dazu – steht unter dem Schutz des Grundgesetzes und schließt eine Strafverfolgung aus.

Dass noch nicht bekehrte Juden das Opfer Jesu am Kreuz und seine Auferstehung als Glaubensgrundlage für sich ablehnen, ist allgemein bekannt. Welches Opfer für sie derzeit jedoch in den Mittelpunkt rückt, ergibt sich aus den Aussagen ihrer eigenen Gelehrten, wovon ich in meiner theologischen Betrachtung „Das vollkommene Opfer“ z.B. Schalom Ben-Chorin zitierte. In seinem vom Kultusministerium des Freistaates Thüringen kostenlos zu beziehenden Büchlein – mithin also aus Steuergeldern finanziert – „Von Angesicht zu Angesicht“ heißt es auf Seite 47 „Ist der leidende und am Kreuz sterbende Jesus nicht ein Gleichnis für sein ganzes Volk geworden, das, blutig gegeißelt, immer wieder am Kreuz des Judenhasses hing? Und ist die Osterbotschaft seiner Auferstehung nicht wiederum ein Gleichnis für das heute wieder auferstehende Israel geworden, das sich aus der tiefsten Erniedrigung und Schändung der dunkelsten zwölf Jahre des Holocaust zu neuer Gestalt erhebt?“

Dass das Leiden und Sterben der Juden in Konzentrationslagern – welches man nicht in Frage stellen darf – seinen Niederschlag im § 130 Strafgesetzbuch findet, ist Ihnen ja bestens bekannt.

In meiner Rede habe ich mich als Christ klar zum Opfer des HERRN JESUS CHRISTUS bekannt – dies ist die Grundlage zur Erlösung und Voraussetzung der Auferstehung. Manch einer bekennt sich vielleicht zu keinem Opfer für sich – mir ist dies bewusst. Dies sollte aber – so bedauerlich es für mich als Christ ist – in einem freiheitlichen Rechtsstaat möglich sein.

Diese Fragen zu erörtern kann nicht Gegenstand der Justiz sein, sondern religiöser Disputationen. Ich muss es hinnehmen, dass es Leute gibt, die Gottes Wort, den Tod und die Auferstehung Jesu leugnen – welches uns jedoch allein Heil bringt – aber ich würde es niemals begrüßen, dass sie dafür von der weltlichen Obrigkeit verfolgt würden. Dies unterscheidet mich von anderen Zeitgenossen.

In der Hoffnung darauf, dass Sie mir auch meinen Glauben und mein biblisches Bekenntnis unangetastet lassen und das Verfahren gegen mich einstellen, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Ihr Evangelist

Christian Bärthel

Anlagen: – Er ist… – eine Betrachtung über JESUS CHRISTUS (auf der Rückseite)

– ausgefüllter Fragebogen zu persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen

– mein Brief vom 22.02.2019 (offenbar in derselben Sache) an die KPI Gera

– Auszug über meinen Dienst aus einem Anfang 1995 veröffentlichten Buch

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Soweit meine Antwort. Wer kann, möge bitte für einen guten Ausgang der Angelegenheit beten! Weiterführend siehe: https://donnerruf.wordpress.com/2019/02/22/christenverfolgung-durch-brd-organe/ + https://donnerruf.files.wordpress.com/2015/03/das-vollkommene-opfer.doc

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Ronneburg! Euer Christian

Hummelshain – Herzogstuhl – Orlamünde

Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg mochte das von seinem Onkel – Herzog Ernst I. – errichtete neue Jagdschloss in Hummelshain gar nicht. Er meinte „Da regnet es immer, da gucken sie immer zum Fenster rein.“ – dies musste er nicht haben.

Er wohnte also – selbst nach dem Ende der Monarchie im Deutschen Reich 1918 – lieber im Schloss in Wolfersdorf, worüber ich hier: https://donnerruf.wordpress.com/2019/05/22/auf-den-spuren-unseres-reichsfuersten/ ebenfalls mit etlichen Bildern berichtete.

Nach den geschichtlichen Erkundungen in Trockenborn-Wolfersdorf machte ich mich am folgenden Morgen mit dem Rad auf nach Hummelshain, wo man bereits aus einiger Entfernung den großen Turm des 1885 vollendeten letzten in Europa erbauten Residenzschlosses erkennen kann.

Obwohl der Hauptsitz des Herzogs von Sachsen-Altenburg auch in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches hauptsächlich im Residenzschloss Altenburg war, ließ Herzog Ernst I. dieses prächtige Schloss – in einer Linie zum alten Jagdschloss – errichten.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_I._(Sachsen-Altenburg)

Ringsum die Gebäude im Schlosspark in Hummelshain sind ziemlich zerfallen, darunter auch der in DDR-Zeiten gebaute Jugendwerkhof und Lazarettbaracken aus dem zweiten Weltkrieg – die ich dann des elendigen Zustandes wegen gar nicht erst fotografiert habe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Jagdschloss_Hummelshain

Seit einigen Jahren erfolgen Rettungsmaßnahmen zur Erhaltung des Schlosses, worüber laufend auch auf der Seite http://www.foerderverein-schloss-hummelshain.de/ berichtet wird.

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Die Wegweiser vor dem Eingang zum Schlossgelände (oben) und wohl das ehemalige Pförtnerhäusl (unten).

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Da wird man also noch eine längere Zeit sanieren müssen.

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Das Hirschdenkmal wurde bereits restauriert.

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Am Schloss hingegen wird erst mal nach und nach das Dach in Ordnung gebracht.

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Von Außen sieht es schon mal ganz gut aus.

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Blickt man durch den Park hinunter, sieht man das alte Schloss.

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Neben dem alten Schloss – außerhalb der Parkanlage – befindet sich die Tafel (oben) das Denkmal (unten) und diesem gegenüber die Kirche.

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Von Hummelshain aus radelte ich nun Richtung Freienorla, um im Jagdgebiet von Herzog Ernst – sowohl des I. als auch des II. – von Sachsen-Altenburg, also im Rieseneck, den Herzogstuhl zu finden. Dies ist gar nicht so einfach, da er ziemlich unzugänglich (man kann nicht mal mit dem Rad heranfahren) im Wald versteckt liegt. Dies hat seine Berechtigung, da ihn Herzog Ernst II. in der Zeit des ersten Weltkrieges errichten ließ – sozusagen für alle Fälle als letzte Zufluchtsstätte.

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Schon ein imposantes Bauwerk mitten im Wald. Man achte auf die Zunge, die einem rausgestreckt wird, wenn die Zugbrücke oben ist und auf die Inschriften an den Fachwerkbalken!

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Auch der Lieblingshund des Herzogs und sein Siebenzack sind hier verewigt. Sieben steht als Zahl für CHRISTUS (Gott der eine + der Mensch, also 1+6) im Gegensatz zum Hexagramm, welches für den Menschen (6) ohne Gott (den einen) steht.

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Nachdem ich auch das Häuschen am Herzogstuhl nutzte und zum Rad am Wegweiser zurückkehrte, ging es weiter nach Freienorla und von da nach Orlamünde, wobei man gleich nach dem Ortseingang die Saale überquert.

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Es war mir ein besonderes Vorrecht, die Marienkirche zu besuchen, in der einst Andreas Bodenstein, genannt Professor Karlstadt – der Reformator und Doktorvater von Martin Luther – predigte.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Bodenstein

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In der Kirche erwarb ich ein Heft für 5 € über Andreas Bodenstein von Karlstadt – der mir theologisch weit näher steht als Luther – in dem einige Irrtümer über den Reformator richtiggestellt werden und ansatzweise eine nötige Würdigung der Leistungen Karlstadts erfolgt.

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Wenn ich es recht erkenne, müsste die Plastik oben Johann Friedrich I. – den Großmütigen – darstellen (1503-1554) aufgrund dessen von ihm bereits zuvor erwarteter Rückkehr aus katholischer Gefangenschaft das Schloss in Wolfersdorf seinen Namen „Zur Fröhlichen Wiederkunft“ bekam. Ob der Name des Wasserschlosses – siehe dazu meinen vorherigen Beitrag – auch aufgrund des Glaubens des Kurfürsten zudem noch an die erwartete Wiederkunft des HERRN JESUS CHRISTUS erinnern soll, ergibt sich zwar nicht aus den Beiträgen im Internet, kann ich mir aber gut vorstellen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_I._(Sachsen)

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Gleich ein Stück neben der Kirche befindet sich in Orlamünde die Kemenate – ein Überrest der einstigen Burg, deren sonstige Mauern jedoch schon vor Jahrhunderten abgetragen wurden. Siehe dazu auch: https://www.kemnate-orlamuende.de/

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Da es die Sage von der Weißen Frau gibt, haben offenbar die Verwalter des Gebäudes eine entsprechende Figur ins Fenster gestellt. Auf jeden Fall hat man von der oberen Stadt aus einen herrlichen Blick ins Saaletal.

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Vor dem Rathaus in Orlamünde wird an einem Brunnen eindrücklich die Geschichte der Stadt dargestellt.

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Ein Stück den Markt entlang und man sieht rechts am Ende vor dem Torbogen das alte Wilhelmitenkloster mit der wunderbaren Inschrift über der Eingangstür SOLI DEO GLORIA – Gott allein die Ehre!

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Zurückgefahren bin ich dann über Groß- und Kleineutersdorf und zwischen diesen Orten auf der einzigen Hängebrücke, die über die Saale führt. Die Leuchtenburg hat man bei dieser Strecke immer wieder im Blick.

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Gut im Quartier angekommen endete der zweite Tag meiner Reise.

Auf den Spuren unseres Reichsfürsten

Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg war schon eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Nach dem Ende der Monarchie im November 1918 durfte er in einem seiner Schlösser – dem Wasserschloss „Zur Fröhlichen Wiederkunft“ in Wolfersdorf – bis zu seinem irdischen Tod 1955 wohnen und wurde demnach sogar als einziger ehemaliger Monarch des Deutschen Reiches DDR-Bürger.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_II._(Sachsen-Altenburg)

https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Sachsen-Altenburg

https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdschloss_Fr%C3%B6hliche_Wiederkunft

Da meine Heimatstadt Ronneburg zum Territorium des einstigen Herzogtums Sachsen-Altenburg gehört und ich mir mal sein Schloss in Wolfersdorf, seine Grabstätte, die Schlösser in Hummelshain und den Herzogstuhl anschauen wollte, radelte ich von zuhause das Gebiet des ehemaligen Fürstentums Reuß jüngere Linie durchquerend über Collis – Gera – Geißen – Saara – Waltersdorf – Lindenkreuz – Tautendorf – unter der A9 durch nach Eineborn – Ottendorf – Lippersdorf – Weißbach – Bremsnitz und durch den Wald bis nach Trockenborn-Wolfersdorf.

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Kurz bevor ich über die Kurfürstenbrücke fuhr erblickte ich rechts das Schloss, welches seit Jahren mittels einer privaten Trägergesellschaft liebevoll restauriert wird. Man strebt den Zustand um 1860 an und trägt daher nach und nach weiße Farbe auf.

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Zunächst einmal besuchte ich die Grabanlage Herzog Ernst II. kurz vor dem Ortsteil Trockenborn, in der neben ihm auch seine Gemahlin Marie Triebel (die zwei Jahre nach ihm starb, also 1957) und seine zwei Schwestern beerdigt sind – Luise Prinzessin von Sachsen-Altenburg, Herzogin zu Anhalt-Dessau, Prinzessin zu Schaumburg-Lippe und Elisabeth Großfürstin Konstantin von Russland. Dass bei Herzog Ernst II. auf der Grabplatte „Freiherr von Rieseneck“ und der seiner Frau in zweiter Ehe „Freifrau von Rieseneck“ steht, liegt daran, dass er nach seiner zwangsweisen Abdankung am 13.11.1918 – und damit soweit ich weiß als letzter Reichsfürst – seinen Titel nicht mehr führen durfte und sich nach seinem Jagdgebiet Rieseneck benannte.

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Nach dem Mittagessen wollte ich schließlich das Schloss besichtigen, doch da an dem Tag gerade keine Führung angeboten wurde, langte es nur für den Hof und das Café – aber dort durfte ich zumindest alles fotografieren. Die einzelnen Teile der Anlage werden auch auf der Seite http://www.schloss-wolfersdorf.de/joomla/ beschrieben.

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In die Kuppel des Turmes – der leicht nach links gedreht erscheint – ließ unser ehemaliger Herzog, der auch nach seiner Abdankung dort lebte und sehr der Wissenschaft zugetan war, eine Sternwarte einbauen.

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Der in den 1990er Jahren erfolgte Neubau des Teils eines Schlossflügels mit Stahlverstrebungen wird von einigen Anwohnern durchaus kritisch gesehen.

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Am Nachmittag war nun noch genügend Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang. Ziemlich am Ende der Strecke ging ich nochmals – diesmal von oberhalb – zu der Grabanlage. Meine Hände legte ich auf die Grabplatten unseres letzten Reichsfürsten (Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg) sowie seiner Gemahlin und betete dafür, dass Gott wieder Herrscher erwecken möge, die zum Aufblühen des Vaterlandes beitragen.

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Später am Nachmittag zog ich mich – kurz vor einem Regenguss – in mein Zimmer zurück und las in dem Buch über das Wasserschloss, welches auch auf der zuvor bereits verlinkten Internetseite angeführt wird.

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Leider scheint das Buch von Uwe Gillmeister „Vom Thron auf den Hund: Das Leben des Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg. Vom Reichsfürsten zum DDR-Bürger.“ derzeit vergriffen zu sein.

Fortsetzung folgt.