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Offener Brief an eine messianische Gemeinde / Überwindung von Sektierertum

15. Mai 2013

Beit Sar Shalom

Evangeliumsdienst e.V.

Postfach 450 431

12174 Berlin

 – Offener Brief –

Ronneburg, 15.05.2013

Liebe Geschwister in CHRISTUS,

in der Ausgabe 18/13 der Jungen Freiheit (vom 26.04.2013) las ich davon, dass ihr von der Teilnahme am evangelischen Kirchentag in Hamburg vom 01. bis 05.05.2013 ausgeschlossen wurdet. Dies ist ungeheuerlich, macht aber deutlich, wem die Verantwortlichen gefallen wollen. Es geschah um derjenigen Juden willen, die den HERRN JESUS CHRISTUS noch nicht als ihren Messias angenommen haben.

Doch ich möchte euch mit den Worten des Apostels Paulus aus 1.Thessalonicher 2:14-16 ermutigen:  „Denn, liebe Brüder, ihr seid den Gemeinden Gottes in Judäa nachgefolgt, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von den Juden erlitten haben. Die haben den Herrn Jesus getötet und die Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen Feind, indem sie, um das Maß ihrer Sünden allewege voll zu machen, uns wehren, den Heiden zu predigen zu ihrem Heil. Aber der Zorn Gottes ist schon in vollem Maß über sie gekommen.“

Jemanden das Heil in CHRISTUS vorzuenthalten ist so, als gäbe man einem Kranken keine heilbringende Medizin. Siehe dazu auch Matthäus 9:9-13 und Lukas 5:27-32!

Innerhalb der Organisationen ist nicht viel zu erwarten… „Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“ (Hebräer 13:12-16)

Mein Vorschlag ist: Lasst uns zusammen einen überkonfessionellen Kirchentag – außerhalb des Lagers – einberufen und die einladen, die uns ausgeladen haben! Einerseits sollen dadurch diejenigen beschämt werden, die uns nicht wollen und andererseits bietet es die Möglichkeit der freien Verkündigung des Evangeliums unseres HERRN JESUS CHRISTUS.

Zu meinen Veranstaltungen seid ihr natürlich auch so schon herzlich eingeladen. Anbei einige im Zusammenhang mit dem benannten Anliegen stehende Schriften.

In der Erwartung eurer Antwort grüße ich euch mit 1.Kor. 9, euer Bruder Christian Bärthel

—–

Überwindung von Sektierertum

Nach meiner Bekehrung zum HERRN JESUS CHRISTUS wurde mir recht schnell klar, dass das Leben als Christ – wie bei einem Tisch, damit er nicht umkippt – mindestens auf drei Beinen stehen muss: Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft. Die berühmten drei G´s.

So sehnte ich mich als aus der Welt und ihren Systemen Herausgerufener natürlich auch nach geistlicher Gemeinschaft mit anderen Gläubigen am Ort, die sich im Namen des HERRN JESUS CHRISTUS auf biblischer Grundlage versammeln.

Von Anfang an konnte ich die Zerrissenheit in verschiedene Denominationen (Benennungen) nicht verstehen und erst recht nicht gutheißen. Um so erfreuter war ich darüber, dass es im Gegensatz zu den eine Mitgliedschaft fordernden Organisationen hier auch eine Versammlung gab und noch gibt, die die Einheit des Leibes Christi durch Absonderung von der Welt, einschließlich ihrer weltlich organisierten religiösen Systeme, ausdrücken will.

Es geht bei der Versammlung ja auch darum nicht gleichförmig der Welt zu sein, sondern um eine Herausgerufene (Ekklesia) und für ihren Bräutigam geschmückte Braut. Siehe dazu z.B. Römer 12, Jakobus 4, Hebräer 13, Gal. 4:26, Offenbarung 21…

Als ich die Lehren der sogenannten „geschlossenen Brüder“ jedoch näher unter die Lupe nahm (gem. 1.Thess. 5:21) stellte ich fest, dass ihre Begründungen für Ausschlüsse vom Brotbrechen vielfach nicht in der Schrift verankert sind. So wurden z.B. Geschwister nicht zugelassen bzw. ausgeschlossen, weil sie einen Fernseher haben; Frauen, deren Männer sich haben scheiden lassen; wer nicht in jeder Einzelheit der Dispensationslehre von Bruder Darby zustimmte; wer nicht bereit war die Mahlgemeinschaft nur noch exklusiv zu halten; wenn nicht alle Brüder der örtlichen Versammlung zustimmten usw.

Von der Selbstprüfung im Bezug auf das Mahl des Herrn gem. 1.Kor. 11:28 und der Möglichkeit, dass in Korinth auch unwürdig Brot und Wein genommen wurde – man es also offensichtlich nicht zurückhielt – wollte man dort nichts wissen. Wobei selbst der HERR JESUS den Verräter Judas am Mahltisch beließ, siehe u.a. Lukas 22…

Die betrübliche Frage des HERRN an seine Jünger war eher „Wollt ihr auch weggehen?“ (Joh. 6:67) aber er schloss sie nicht aus. Anders die „geschlossenen Brüder“. Sie nahmen mich nicht auf, vielleicht auch, da ich mich für die Schwestern einsetzte, die Sehnsucht nach der Gemeinschaft am Tisch des HERRN hatten, deren Männer aber unglücklicherweise Ehebruch begingen, oder, da ich mich für einen Bruder einsetzte, der sogar seinen Fernseher wegbrachte, ein reines Leben führte, aber psychisch angeschlagen war. Vielleicht auch, da ich wiederholt auf 1.Kor. 11 verwies und die gebotene Selbstprüfung…

Doch wie geht man damit um? Zum einen gemäß Markus 6:11 „Und wo man euch nicht aufnimmt und nicht hört, da geht hinaus und schüttelt den Staub von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie.“ Zum anderen aber auch – um die Möglichkeit zur Teilhabe am Brotbrechen allen wiedergeborenen Christen im Ort zu ermöglichen – dadurch, dass ich diejenigen, die mich aufgrund ihrer Verirrung ausschlossen, wieder einschließe.

Ja, ich habe dies nach dem Vorbild eines schon 1965 heimgegangenen Bruders getan, der sagte: „Wenn ihr mich ausschließt, dann schließe ich euch wieder ein.“ Welch eine Gnade und Liebe – und da ich sie zu den Brüdern auch habe, handelte ich ebenso. Sie kamen zwar nicht und haben sich damit von der Einheit des Leibes Christi abgespalten, die aber kamen, waren umso gesegneter. Es sollte nun unser Gebet sein – in Übereinstimmung mit Johannes 17 – dass alle wahrhaft Gläubigen eins seien, damit die Welt IHN und SEINE LIEBE erkennt.

Mit Lukas 14:17 möchte ich schließen: „Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit!“

Euer Bruder in dem HERRN JESUS CHRISTUS, Christian

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From → Texte

2 Kommentare
  1. Fgg permalink

    Wer will das Lesen?

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