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EKD: Narren drin, Bibeltreue draußen

10. März 2014

„So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus.“ (2. Timotheus 4: 1-5)

Genau dieses Schriftwort erfüllt sich vor unseren Augen! Dazu passend erhielt ich heute folgende erschütternde Nachricht von Dr. Lothar Gassmann, dessen Dienst ich sehr schätze:

Evangelische Kirche der Gegenwart: Narren drin, Bibeltreue draußen

In der Faschingszeit fanden in vielen evangelischen Kirchen „närrische Gottesdienste“ statt, so auch zum ersten Mal am 2. März 2014 in der altehrwürdigen Schlosskirche in Pforzheim. In einem Zeitungsbericht über diese Veranstaltung stand unter anderem zu lesen:

Ganz normal ist der Gottesdienst am Sonntagmorgen, 2. März, in der alt ehrwürdigen Schlosskirche Pforzheim nicht. Soll er aber auch nicht sein. Erstmals nämlich hat Pfarrerin Heike Reisner die Narren der Stadt eingeladen, gemeinsam mit ihr einen Faschings-Gottesdienst zu gestalten. Die Idee ist nicht neu, vor allem im Rheinland oder auch in Konstanz, wo Reisner fünf Jahre verbracht hat, gibt es das schon lange. In der Goldstadt aber ist es ein Novum. Aber die Narren sind gerne und in Scharen gekommen. … Vor der Tür steht der dieser Tage oft gesichtete Tourbus der Kieselbronner „Gugge Gaiß“. Zwischen den Musikern tummeln sich Funkenmariechen in ihren betörend kurzen Röckchen, die Würmer Leutrumgarde, Pforzheims erster Fanfarenzug, die Goldmasken und ein paar „Lumba Diera“ sind auch zu sehen. Auch in der Kirche herrscht reges Gewusel. Zwischen den Stimmen der sich freudig begrüßenden Gottesdienstbesucher hört man immer wieder Glöckchen klingeln. Der eine hat welche ans „Hütle“ genäht, der nächste an die wollenen Ringelstrümpfe. Es ist ein heilloses aber heiteres Durcheinander im Gange, bis sich die großen Türen der Kirche öffnen und eine lange bunte Menschenmenge mit Pfarrerin Reisner Einzug hält. Die begrüßt Narren und Gläubige in Reimform und die „Gugge Gaiß“ spielen „Danke für diesen guten Morgen“ – verdrehte Welt. Nach der ersten Strophe brüllt es aus den Reihen der „Zaunreiter“ lauthals: „Zugabe!“ Die ganze Kirche bricht in Lachen aus und derart geht das Ganze weiter. Die Predigt an diesem Morgen beschäftigt sich, wie könnte es anders sein, mit dem Thema Humor. Reisner hält sie gemeinsam mit dem wohlbekannten Büchenbronner Büttenredner Karl Knopf im Wechsel und es ist, könnte man sagen, eine Bütten-Predigt. Eine wohlgemerkt, in der es den beiden gelingt, den Bogen zu spannen zwischen Glauben und Schabernack, in der Reisner gar noch die politischen und gesellschaftlichen Zustände des Landes humorvoll thematisiert. Eine lange „Fastnachtssamstagnacht“ sei es gewesen, so mancher Kopf noch nicht ganz klar, sagt Knopf. Angesichts der rosafarbenen Handschellen und der Sado-Maso-Peitsche, die weiter hinten die Runde machen, mag das zutreffen. Tut der Stimmung aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Am Ende schunkelt, klatscht und pfeift die gesamte Kirche. Und dennoch sind in diesem ungewöhnlichen Gottesdienst die Glaubensfragen nicht zu kurz gekommen. Reisner wird es mit einem Jahresorden und Sprech-Chören gedankt: „Das war super, das war elegant.“  (PZ, Inga Läuter)”

www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Erster-Faschings-Gottesdienst-in-der-Schlosskirche-_dossier,-Fasching-Narren-Hexen-Guggenmusik-_arid,473317_dossierid,107.html

Zugleich hat sich in derselben Stadt Pforzheim Folgendes ereignet, worüber der christliche Pressedienst TOPIC berichtet:

Christen der Bibelgemeinde Pforzheim werden von ev. Kirche diskriminiert

2012 waren es gerade mal zehn Personen, die um den ev. Theologen und Publizisten Dr. Lothar Gassmann herum mitten in Pforzheim eine neue bibeltreue Gemeinde gründeten. Heute versammeln sich im Gemeindehaus an der Kronprinzenstraße 41a bis zu 200 Personen zum Gottesdienst. Das Haus, das die Bibelgemeinde Pforzheim angemietet hat, platzt aus allen Nähten. Deshalb suchen die vor allem aus russlanddeutschen Kreisen stammenden Gläubigen ein neues, größeres Zuhause. In ihrer Not wandte sich die Gemeinde auch an die ev. Kirche, um von ihr ein Gemeindehaus zu erwerben, denn in Pforzheim stehen derzeit einige Gemeindehäuser leer. Doch die Landeskirche zeigte den Gläubigen aus der Bibelgemeinde die kalte Schulter. Wie das Dekanat des ev. Kirchenbezirkes Pforzheim-Stadt der Bibelgemeinde mitteilte, gebe es einen „entscheidenden“ Grund (neben einem anderen), warum die ev. Kirche niemals ein Gebäude an die Bibelgemeinde verkaufen werde. Die zuständige Dekanin begründete dies so: „Meines Wissens gehört die Bibelgemeinde Pforzheim weder zur ACK [Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen] noch zur ACG [Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden] Pforzheim und hat noch nicht einmal einen Gaststatus. Wenn ich die Homepage der Bibelgemeinde Pforzheim richtig lese, hat sie auch keine Ambitionen in Richtung einer ökumenischen Zusammenarbeit, die einer Mitgliedschaft in der ACK entsprechen würde (im Gegenteil: ‚Von allen ökumenischen Zusammenschlüssen und Allianzen halten wir uns fern‘ Zitat von Ihrer Homepage). Wir sind gehalten, Gebäude an religiöse Gemeinschaften nur dann verkaufen zu dürfen, wenn sie der ACK angehören. Und in diesem Fall sehe ich auch keinen Anlass, warum wir davon abweichen sollten.“ Die grundsätzliche Weigerung des ev. Dekanats in Pforzheim – und die wohl dahinter stehende Anweisung der Amtskirche –, Christen außerhalb der Ökumene eine Immobilie zu verkaufen, erfüllt durchaus den Tatbestand der Diskriminierung von Christen.

Quelle: TOPIC. Informationen und Meinungen zum Zeitgeschehen aus biblischer Sicht, Nr. 3 / März 2014  Verlag und Redaktion: Ulrich Skambraks, Postfach 101544, 57206 Kreuztal, Tel. 02732-791859, Fax 02732-74677

Das Dekanat der Stadt Pforzheim hat seinen ablehnenden Bescheid auch an die Leitung der Badischen Landeskirche und an den Pressebeauftragten der Stadt Pforzheim zur Kenntnisnahme geschickt. In den letzten sechs Monaten gingen alle Türen sowohl von Seiten der verfassten Kirchen als auch von Seiten der Stadt bezüglich eines größeren Gemeindehauses oder Grundstücks zu. Wer der Bibelgemeinde Pforzheim bezüglich Gemeindehaus in Pforzheim in irgend einer Weise weiterhelfen kann, möge dies bitte Dr. Lothar Gassmann mitteilen: Email: Logass1@t-online.de  Homepage: www.L-Gassmann.de

Homepage der Bibelgemeinde Pforzheim: www.bibelgemeinde-pforzheim.de

~

Wie dem auch sei, uns gilt das WORT GOTTES: „Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“ (Hebr. 13:12-15)  Amen – so sei es! In SEINER LIEBE, Euer Christian

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