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Montagsdemo verhindert freie Rede

27. April 2014

Nachdem ich am 07.04.2014 noch zufällig aufgrund des Geburtstages eines Bekannten zur Leipziger Montagsdemo am Augustusplatz kam, rief ich in einem Rundbrief schon für die kommende Woche zur Teilnahme auf, da mir das dort Vorgetragene zusagte.

Wir fuhren also zusammen mit einigen Mitstreitern nach Leipzig und trafen vor Ort auch weitere Freunde, die dem Aufruf folgten und an der Kundgebung – insbesondere für Frieden – teilnahmen und sich gefreut hätten, wenn ich neben anderen guten Beiträgen auch das offene Mikrofon genutzt hätte, um zu mehreren hundert Teilnehmern zu sprechen.

Ermutigt von der sehr guten, die Woche zuvor verkündeten Leipziger Erklärung, in der es auch heißt: „Wir sind nicht mehr bereit, die vorgegebenen Strukturen weiter zu ertragen, in denen Arbeitssuchender gegen Arbeiter, Rechts gegen Links, Ost gegen West, Handwerker gegen Unternehmer und Inländer gegen Ausländer aufgehetzt wird, um den Zwist im eigenen Volk aufrecht zu erhalten.“ entschloss ich mich, ebenfalls einige Worte zum Thema Gerechtigkeit zu sprechen und frug einen der Veranstalter, ob dies möglich ist.

Mir wurde dies zunächst für den Zeitpunkt nach den offiziellen Rednern zugesagt und ich teilte dem Moderator der Kundgebung mit, vielleicht etwa so fünf Minuten zu benötigen.

Plötzlich sprach mich eine junge Frau (offenbar eine Mitveranstalterin) an und erkundigte sich nach meinem vollen Namen, den ich ihr auch mitteilte. Währenddessen hatte schon ein neben ihr stehender bärtiger junger Mann ein Mobiltelefon in der Hand, auf dem bereits ein Foto mit mir als Redner bei einer Kundgebung in Zwickau zu sehen war und im Hintergrund ein Sonnenschirm der NPD. Ich bestätigte, keine Berührungsängste zu haben und eben da zu sprechen, wo man mich lässt, sei es dort oder bei Veranstaltungen der Linkspartei oder bei wem auch immer, da es nicht um die Etikette sondern den jeweiligen Inhalt gehen sollte.

Ebenfalls betonte ich in dem Gespräch, in meiner geplanten Rede keine sogenannte Naziideologie zu vertreten oder gar für eine Partei zu werben – dies liegt mir fern. Mir gehe es vielmehr um Bürgerrechte und die Überwindung von künstlich geschaffenen Gräben…

Doch all dies half nichts, denn entgegen den eigenen Beteuerungen der Vorwoche, sich eben nicht mehr „Rechts gegen Links“ aufhetzen zu lassen, verweigerte man mir die Möglichkeit das offene Mikrofon zu nutzen und drohte sogar damit, den Saft abzuschalten, wenn ich versuchen würde, zu den anwesenden Bürgern über die Lautsprecheranlage zu sprechen. Auch mein Appell, mich doch anhand meiner Worte zu beurteilen, fruchtete nicht.

Die Veranstalter der Leipziger Montagsdemo haben sich also offenbar von einigen selbsternannten Antifa-Leuten (was auch immer damit gemeint sein soll) zu genau der Spaltung im Volk manipulieren lassen, gegen die sie selbst noch in der Vorwoche Stellung bezogen. Man spricht sich gegen die Manipulation durch die Medien aus und wird flugs selbst Opfer dieser durchs System des „Teile und herrsche“ antrainierten Reflexe.

Der Weg zu einem freien Menschen umfasst dann doch noch ein wenig mehr als gegen Gen-Fraas und Militäreinsätze zu sein – so wichtig und unterstützenswert dies auch ist.

Eine ganze Reihe der vor Ort anwesenden Freunde waren über den Umgang mit mir entsetzt und wollen nicht mehr an diesen Montagsdemos teilnehmen. Die Verantwortlichen haben sich bisher nicht bei mir entschuldigt. Sollte dies geschehen, bin ich als gläubiger Christ gern zur Vergebung bereit und auch dazu, offen über die Bedeutung von Gerechtigkeit zu sprechen…

Ein anderer Fall von Diskriminierung wird am Donnerstag, den 08.05.2014 ab 12:30 Uhr im Thüringer Landessozialgericht in 99092 Erfurt, Rudolfstraße 46 im Sitzungssaal 1 im Erdgeschoß weiter verhandelt. Die Verhandlung ist öffentlich.

Über Euer zahlreiches Erscheinen würde ich mich sehr freuen, Euer Christian Bärthel

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