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Staatsfeiertag in Liechtenstein

20. August 2015

Bereits zwei Tage vor dem 75. Staatsfeiertag im Fürstentum Liechtenstein am 15.08.2015 berichtete eine der beiden Tageszeitungen des Landes auf der Titelseite über meinen geplanten Besuch und widmete mir etwa die Hälfte von Seite Drei.

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Mit so viel Aufmerksamkeit in der Presse wegen unserer Teilnahme am Staatsakt, die sonst wohl keinem Vertreter des Diplomatischen Corps und der Ehrengäste – deren Busse an uns auf dem Weg zum Schloss vorbeifuhren – Zuteil wurde, hätte ich gar nicht gerechnet.

An der Schlosswiese angekommen bekamen wir entsprechende Anstecker zur Feier des Tages und Liechtensteiner Flaggen. Danach verteilten die Liechtensteiner Pfandfinder in ihren ansehnlichen Uniformen Blätter mit Text und Melodie der Landeshymne, die wir später begeistert mitsangen und an entsprechender Stelle auch den rechten Arm hoben – so sieht das dann aus:

Nach den Ansprachen von Erbprinz Alois und dem Landtagspräsidenten sowie den wunderbaren Glaubensliedern, die gesungen und instrumental gespielt wurden, begaben wir uns nach offizieller Beendigung des Staatsaktes zur Stärkung zu den Ausgabestellen von belegten Brötchen, Brezeln, Früchten, alkoholfreien Getränken sowie Bier und stellten erstaunt fest, dass all dies den Anwesenden kostenlos gegeben wurde.

Hier sieht man uns am Eingangstor zum Rosengarten des Schlosses, welcher an dem Tag allen Besuchern offen stand – man musste sich aufgrund des hohes Andrangs nur etwas gedulden:

Im fürstlichen Rosengarten konnte ich dann auch mit Seiner Durchlaucht Fürst Hans-Adam II. sprechen. Ich berichtete ihm davon, wie wir 1986 in der damaligen DDR den Schulatlas bekamen, in dem auf Seite 44 als Teil der Alpenländer zwischen der Schweiz und Österreich auch das kleine Liechtenstein zu finden war und ich sehnsüchtig meinen Finger darunter legte und mir so dachte, dass ich dort erst als Rentner hinkommen könne. Man durfte ja zu dieser Zeit nicht so einfach in westliche Länder reisen, erst als Rentner gab es da entsprechende Erleichterungen. Doch dann kam die Wende, die Mauer ist gefallen und so empfand ich es als eine besondere Ehre, nun nicht nur in das ersehnte Land reisen zu können, sondern sogar dem Fürst persönlich zu begegnen. All dies brachte ich ihm gegenüber als Erstes zum Ausdruck.

Dann stellte ich ihm die Frage, ob er bezüglich seiner Ländereien in den besetzten Ostgebieten einen Verzicht erklärt hat – die BRD tat dies ja über Gebiete, die ihr nie gehörten, was ich als völkerrechtswidrig ansehe – oder an dem Rechtsanspruch darauf festhält. Er sagte mir, dass es sich überwiegend um Besitzungen in Mähren handelt und antwortete in seiner freundlich lächelnden Art unmissverständlich: „Also den Krieg haben wir ihnen nicht erklärt, aber verzichtet haben wir auch nicht.“ Das nenne ich mal ein klares Wort eines Staatsoberhauptes. Nachdem wir noch einige Worte wechselten verabschiedete ich mich und bedankte mich danach beim Erbprinzen – der seit elf Jahren die Regierungsgeschäfte führt – dafür, dass er sich schon vor Jahren in einer Rede am Staatsfeiertag klar gegen die Abtreibung ausgesprochen hat, da das Leben von der Zeugung an gottgegeben und schützenswert ist. Ich sagte ihm, dass ich diese vorbildhafte Rede auch auf meiner Seite veröffentlicht habe und wünschte auch ihm und seiner Familie alles Gute und Gottes reichen Segen.

Hier noch einige Impressionen des Tages:

Am Abschluss – nach dem gewaltigen Feuerwerk – erstrahlte wieder in großer leuchtender Schrift am Schloss, also weithin ins Tal sichtbar: Für Gott, Fürst und Vaterland!

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