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Die Türkenfrage

12. April 2016

Um es gleich zu sagen: Statt sich von der Türkei Milliarden Euro für sichere Grenzen abringen zu lassen, sollte man lieber Herrn Erdogans Reich eine Million Türken zusätzlich bescheren, indem man diese in ihr Herkunftsland zurückschickt. Ob das für die Versorgung von Flüchtlingen vorgesehene Geld wirklich im Sinne der erwarteten humanitären Hilfe eingesetzt wird, bleibt zudem fraglich. Erpressbarkeit macht sich überdies in der Politik gar nicht gut.

Eine sichere Grenze zur EU ist per se zu erwarten – sollte also eine Selbstverständlichkeit sein – auch ohne Milliardenzahlungen. Das diesbezügliche Verlangen der Türkei ist schlicht eine Frechheit. Wenn die Türken da bewusst zu lasch sind, könnten auch von griechischer Seite her potentielle Eindringlinge abgehalten werden – das nennt sich dann Küstenwache und wäre um einige Milliarden günstiger zu haben – wenn man nur will. Im Interesse Griechenlands läge es.

Würden Boote zur Umkehr gezwungen, kann ja die Türkei mal zeigen, wie menschlich sie denn ist – daran habe ich nämlich meine Zweifel.

Wer Wohngebiete von Kurden bombardieren lässt, muss sich zu recht gefallen lassen als Terrorist bezeichnet zu werden. Dieter Hallervorden (uns allen als Didi bekannt) bezeichnet den Machthaber vom Bosporus bewusst genau so:

Na gut, was das Verbot von Zeitschriften und Vereinen betrifft, da darf man jetzt nicht sagen Erdogan ist ein Terrorist, denn dann wären dies auch Verantwortungsträger hierzulande, wo selbst die Zeitschrift „Stimme des Gewissens“ und der eingetragene Verein „Bauernhilfe“ verboten wurden, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Für mein islamkritisches Gedicht dagegen sieht es nach Freispruch durch das Landgericht Nürnberg-Fürth aus. Die Verhandlung wird am Donnerstag, den 21.04.2016 ab 14 Uhr im Saal 144 – Fürther Straße 110 in Nürnberg – fortgesetzt. Der Prozess ist natürlich öffentlich.

Die Staatsanwältin hat noch einige Sinnlosanträge gestellt, so soll der Oberstaatsanwalt im – sie nannte es „politischem Verfahren“ gegen Gerhard Ittner – gehört werden, der bezeugen soll, dass „die Stimmungslage im Sitzungssaal beherrscht wurde von rechtsradikaler, ausländerfeindlicher Gesinnung“ und die Verlesung des Urteils – was bei wohl über 60 oder 80 Seiten dauern kann.

Das hat zwar alles mit meinem Gedicht nichts zu tun und ich bin immer davon ausgegangen, dass die Frau Vorsitzende – also die Richterin – das Verfahren beherrscht hat, es ihr nicht entglitten ist und sie selbst auch nicht die beschriebene Stimmung verbreitet hat, aber dann hören wir halt mal.

Dann soll noch die Anklageschrift in einem anderen Verfahren gegen mich auf Antrag von Frau Staatsanwältin Dobmeyer verlesen werden. Meine Stellungnahme zu dieser Anklage findet sich hier: https://donnerruf.wordpress.com/2015/11/19/brd-klagt-gauck-zitate-an/

Auch dies hat nichts mit dem Gedicht zu tun – offenbar ist es eine Verzweiflungstat der sogenannten Staatsanwältin, die alles irgendwie zusammenrühren will, in der Hoffnung, mich damit in die Nähe einer „Stimmungslage“ zu rücken. Das mag typisch weiblich sein, aber es ist nicht sachlich. Was hier zählen sollte sind Fakten und keine Etikettenfechtereien.

Fakten hatte ich im Verfahren schon reichlich vorgetragen – nötigenfalls muss ich dies nochmals tun. Es sieht aber eher danach aus, als können wir den 21.04.2016 entspannt laufen lassen.

Mit Hosea 6: 1-3 »Kommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tage aufrichten, dass wir vor ihm leben werden. Lasst uns darauf Acht haben und danach trachten, den HERRN zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spätregen, der das Land feuchtet.« die herzlichsten Grüße und Segenswünsche, Euer Christian

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